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4.12.06 17:56


Wiedersehen

Mir war eigentlich von Anfang an klar, dass ich es nicht durchziehen werde, jeden Tag etwas hier zu schreiben, aber ich melde mich mal wieder zurück.
Seit Mittwoch Abend bin ich wieder zuhause, nachdem ich für eine Woche in der Klinik war. Meine Mutter hatte mich vor die Wahl gestellt, entweder ich solle mich zusammenreißen oder ich müsse wieder dort hin. Ich habe versucht mich zusammenzureißen. Es ging irgendwann nicht mehr... und so bin ich wieder da gelandet. Es hat mir nichts gebracht, außer die Erkenntnis, dass es daheim schöner ist und dass ich meinen Schatz noch mehr liebe als ich gedacht habe. Ich hätte eigentlich an die vier Wochen bleiben sollen, Medikamentenumstellung, Therapie, mit Behandlungsvertrag, aber am Tag, an dem wir den Vertrag erstellen wollten, konnte und wollte ich echt nicht mehr. Ich wollte schon am Samstag heim, weil es da einfach scheiße ist und unnötig (vielleicht hilft es anderen, aber mir nicht), aber ich habe versprochen noch ein paar Tage durchzuhalten und das hatte ich dann auch, aber dann wollte ich heim.
Nun führe ich Donnerstag, Freitag bis zum Abend und heute ein seltsames Leben, am Rande meiner Existenz, ohne Schatz, ohne Schule, ohne Therapie, ohne Sinn. Nichts macht mir Spaß, ich bin innerlich wie tot. Am Wochenende konnte ich leben, da war mein Schatz bei mir und seit er weg ist, bin ich wieder tot. Für andere muss es ein Traum sein, nicht zur Schule zu müssen, ich würde diese Zeit gerne ausnutzen und mich amüsieren, aber ich kann es nicht genießen. Es ist wie eine innere Leere, ein dahinvegetieren, ohne Freude. Ich bin abhängig von meinem Schatz. Dies liegt wohl daran, dass wir in einer Zeit zusammengekommen sind bzw. uns näher gekommen sind, in der ich grad wegen akuter Suizidgefährdung in der Klinik war und er meinem Leben dann erst einen Sinn gegeben hat, weswegen ich dann doch weiterleben wollte. Und nun kommt es mir vor, als könnte ich ohne ihn nicht mehr leben.

Ich hab es trotz Klinikaufenthalt irgendwie geschafft, meinen Adventskalender für ihn fertig zu bekommen, meine Mutter und meine Tante haben mir geholfen. Er konnte sich aber nicht recht darüber freuen, weil er sich Vorwürfe macht, dass er keinen für mich hat... dabei wollte ich ihm doch nur eine Freude machen und habe nichts von ihm in der Hinsicht erwartet. Dafür freue ich mich auf Freitag, wenn er das erste Säckchen öffnen darf. Ich habe angefangen zu stricken, damit er bis Weihnachten vielleicht einen schönen warmen Schal hat, aber ich weiß nicht, ob ich den fertig bekomme... ich bin zu langsam und stricke zu wenig. Stattdessen sitze ich vor dem PC, warte dass jemand auf Metalszene online kommt, lese depressive Weblogs und fresse und fresse und fresse... bald bin ich so rund, dass man mich rollen muss, damit ich irgendwo hin komme.

Ich habe Angst vor der Zukunft. Zwar freue ich mich auf das Wochenende in zwei Wochen und vor allem auf den 25.Dezember und die zwei Wochen danach, aber meine Freude wird durch den Gedanken getrübt, dass es vielleicht gar nicht klappt. In zwei Wochen fahre ich zu meinem Schatz und über Weihnachten kommt er zu mir. Wenn ich bis dahin aber schon in der Wohngruppe bin, wird da wohl nichts draus. Ich will da nicht hin, ich will da nicht hin, ich will da nicht hin!!! Aber ich muss, es gibt keine Alternative mehr, wir haben schon alles ausprobiert. Ich könnte mich dafür schlagen, dass ich es nicht schaffe zur Schule zu gehen, könnte mich dafür schlagen, dass ich die Therapie abgebrochen habe. Es ist alles so kaputt in meinem Leben, alles bis auf meine Beziehung mit meinem Schatz. Der Rest geht den Bach runter. Ich habe solche Angst, dass wegen meinem kaputten Leben mir auch noch das wichtigste kaputt geht, mein Schatz und unsere Liebe. Ich will ihn nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie lange er das noch mitmacht. Er sagt zwar, er wird mich immer lieben, aber ich habe Angst, dass er eines Tages sagt „Es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich liebe dich zwar, aber unsere Beziehung hat keinen Sinn“. Das will ich nicht, aber ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich will Weihnachten nicht in irgendeiner Wohngruppe verbringen, sondern zusammen mit meiner Mutter und meinem Schatz. Ich will auch nicht, dass meine Ratte zu einem Kumpel kommt, das kleine Ding ist mir so ans Herz gewachsen... Ich will es nicht, aber was ist die Alternative? Ich bin verzweifelt. Am Dienstag bekommen wir Informationen. Ich bin schon am Überlegen, ob ich es noch einmal mit Schule probieren sollte. Aber wenn es schon kaum bei zwei Stunden pro Tag funktionierte, wie soll es dann mit 6 bis 8 Stunden werden? Ich habe solche Angst... alles geht kaputt.

In letzter Zeit träume ich immer von einem Menschen, der so aussieht wie mein Schatz, mit dem ich auch zusammenbin, der sich aber so verhält, wie sich mein Schatz nie verhalten würde. Es macht mir Angst und noch mehr Angst macht es mir, mir vorzustellen, dass sich mein über alles geliebter Schatz auf diese Weise verändern könnte. Das will ich nicht, ich will ihn so, wie er jetzt ist, wie ich ihn kennen gelernt habe, wie ich ihn liebe. Einfach so, wie er ist. Ich will ihn nicht verlieren.

Jetzt kann ich nicht mehr schreiben, weil ich mich mal wieder in meine missliche Lage hineingesteigert habe...

27.11.06 11:52


Kehrseite

Ich bin das dümmste Kind der Welt. Warum bin ich nur so blöd? Warum breche ich das Versprechen, das ich dem allerwichtigsten Menschen gegeben habe? WARUM? Bin ich wirklich so süchtig? Ich hasse mich.
7.11.06 19:31


Rückkehr

Bin wieder da, also hier im Blog. Nachdem ich lange Zeit nicht mehr geschrieben habe, weil mein Schatz da war und ich danach einfach den Faden verloren hatte. Es interessiert zwar eigentlich niemanden, aber ich beschreibe trotzdem mal ganz kurz wie meine zwei Wochen mit ihm waren.
Ich hatte ja geschrieben „Morgen kommt mein Schatz, wenn alles nach Plan läuft“. Es lief aber nicht alles nach Plan. Am selben Tag bekam ich noch einen Brief, in dem erwähnt war, dass das wichtige Päckchen, von dem meine Mutter gesprochen hatte und an dem Tag ankommen sollte, von meinem Schatz stammt. Dann stand noch drin, dass ich, wenn mein Schatz an meinem Handy anklingelt, die Augen schließen und mir was wünschen soll. Mein Handy klingelt, ich setze mich auf das Bett um die Augen zu schließen, da klingelt das Telefon, meine Mutter. Ich sage ihr, dass ich beschäftigt bin. Gerade sitze ich wieder auf dem Bett, klingelt es an der Türe. Ich dachte mir, es muss nun das Päckchen sein und bin ziemlich sauer, dass der Postbote gerade jetzt klingeln muss. Mit leicht säuerlichem Gesichtsausdruck mach ich die Tür auf und... mein Schatz steht vor mir!!! Ich konnte es erst gar nicht fassen, aber es war die schönste Überraschung, die mir je gemacht wurde. Ich hab mich so riesig gefreut.
Das war der Anfang, es folgten zwei wunderschöne Wochen, in denen viel gelacht und leider auch ein wenig geweint wurde. Aber das Wichtigste, ich war fast Tag und Nacht (fast, wegen Schule...) mit meinem Liebsten zusammen, wir haben viel unternommen und noch mehr gekuschelt. Was wir so gemacht haben:  
- Kühe schälen
- im Internet surfen (MetalsZene!)
- Guitar Pro programmieren
- Musik hören
- Gitarre spielen (Enter Sandman!!)
- kochen
- ins Stereo gehen
- in die Rockfabrik gehen
- ins Cafe Ole gehen (Brief an In Flames schreiben)
- aufs In Flames Konzert gehen
- umziehen
- zum Fabio gehen (zwecks Internet)
- zur Tante essen gehen
- mit der Ratte spielen
- duschen
- Möbel ab und aufbauen
- reden
- rumknutschen (^^)  
Ich bin wirklich ganz schlimm verliebt in ihn. Und jetzt ist auch schon wieder fast ne Woche rum seit er weg ist... aber Freitag sehe ich ihn wieder! Auch wenn dadurch 3 Personen auf mich sauer sind (Fabio, Natalie, Leah) weil Leah am Sonntag Geburtstag hat und am Samstag reinfeiern will und Fabio mit mir in die Rofa will. Natalie hat gesagt, sie geht nie wieder in Stereo mit mir und redet in der Schule nie wieder mit mir, wenn ich am Wochenende nach Saarbrücken fahr. Aber mein Schatz ist mir nun mal wichtiger... ich kann ja auch nix dafür. Er ist mir das Wichtigste auf der Welt, und alle, die schon einmal richtig verliebt waren, werden das sicher nachvollziehen können. 
Mit Nachtwächter läuft es scheinbar zur Zeit ein kleines bisschen besser. Ich kann jetzt Schlagzeug und Bass auf Guitar Pro programmieren, mein Schatz ist unser neuer Bassist und ich bin gerade dabei, eine Schlagzeugerin auf Metalflirt zu organisieren. Mein Schatz hat auch ein neues Logo entworfen, welches ich cool finde. Nur Fabio lässt sich noch nicht so begeistern... Mein Schatz hat uns auch ein paar Songfragmente / Songs programmiert und ich hab wieder ein wenig mehr Motivation zum Gitarre spielen.
7.11.06 19:26


Vorfreude

...ist die schönste Freude, sagt man. Morgen um diese Zeit bin ich wieder glücklich mit meinem Schatz vereint. So ist es zumindest geplant. 11:04 Uhr bei uns am Bahnhof, ich hole ihn ab. Meine Angst ist jetzt nur, dass etwas dazwischen kommt. Wenn der Zug Verspätung hätte, wäre das ja nicht so schlimm. Hauptsache ich sehe ihn, da kommt es auf ein paar Minuten mehr auch nicht mehr drauf an. Uns bleiben schließlich zwei Wochen. Meine Sorge ist eher, dass ihm unterwegs etwas passieren könnte. Oder dass ihm heute noch etwas passiert. Oder dass sonst irgendwie etwas schief läuft und wir uns nicht sehen. Wenn ich mir Situationen vorstelle, dann laufen sie in Wirklichkeit immer anders ab, als ich gedacht habe. Deshalb versuche ich krampfhaft, nicht an unser Wiedersehen zu denken, aus Angst, dass es dann nicht stattfindet.

Meine Vorbereitungen sind beinahe abgeschlossen. Gerade schreibe ich, damit mein Nagellack trocknet. Ich bin jetzt wohl eine Woche oder so ganz ohne rumgerannt. Hatte ich mir eigentlich nicht vorstellen können, weil ich es seit mehr als einem halben Jahr so gewöhnt bin, aber irgendwie gibt es wichtigere Dinge als schwarze Fingernägel. Und da ich gerne in Erinnerungen schwelge, erwähne ich am Rande, dass der gute Herr Laiho der Grund war, warum ich jemals angefangen habe, mir die Nägel zu lackieren. Interessiert zwar nicht, aber egal. Ansonsten habe ich alles, was ich nicht unmittelbar für die nächsten anderthalb Wochen benötige, aus meinem Zimmer geräumt oder zumindest zusammengepackt, einige Kartons stehen schon in meinem neuen Zimmer. Es ist jetzt übrigens fast fertig. Die Wände sind weiß, der Teppichboden ist verlegt, es muss nur noch die alte Lampe rausgemacht werden und ein Stück von der Tür unten abgehobelt, damit sie trotz Teppich noch ganz auf geht. Der Rest der Wohnung ist ebenfalls so gut wie fertig renoviert. Eigentlich hätte ich noch Zeit mit packen gehabt, aber ich will ab morgen genügend Zeit für meinen Schatz haben. Mein Zimmer hier ist ganz schön leer, ich habe zwei kleine Spinnen gefunden, die bei mir wohnen, ohne dass ich es zuvor bemerkt habe. Meine Flaschensammlung habe ich ausgemistet und mich von verschimmelten Becks und Veltins Flaschen getrennt. Was jetzt noch auf meinem Schrank steht, war zuvor ausgespült und nicht irgendwelches 0-8-15 Bier.

Für meinen Schatz habe ich auch eingekauft. Met natürlich, wobei eine Flasche mir selbst zum Opfer fiel. Becks Green Lemmy und dazugehörig Haribo Gummibärchen. Quittengelee und Käse, weil ich ihn bei sich zuhause beobachtet habe und er beides gerne isst. Lasagneblätter und Spinat, um Spinatlasagne (sein Lieblingsgericht) zu machen. Bratapfeljoghurt, ein kleiner Insider… Kerzen, damit wir es uns gemütlich machen können. Es wird noch gekauft: Quark für die Spinatlasagne, nochmals Met, Traubensaft, Orangensaft, nochmals Käse. Er bleibt ja zwei Wochen, das ist so schön. Vielleicht habe ich noch etwas vergessen aufzuschreiben, aber ist ja egal. Meine Mutter und ich haben gestern noch Kürbisköpfe gebacken, dazu noch Gespenster und Fledermäuse. Die Kürbisse mit orangener Zuckerglasur, die Gespenster mit weißer Zuckerglasur und die Fledermäuse mit Schokoladenglasur.

Am Samstag war ich auf dem Geburtstag einer Freundin, die ich eigentlich kaum kenne und erst ungefähr fünf Mal getroffen habe. An diesem Tag hat sich die erste Begegnung mit meinem ehemaligen Schwarm gejährt. Wir haben uns endlich ausgesprochen, ich kann ihn nun also getrost vergessen, nachdem ich einige Monate lang sauer auf ihn war und ihn deshalb nicht vergessen konnte. Ich bin froh, dass es zwischen uns beiden nicht geklappt hat, sonst hätte ich vielleicht nie die wunderbarste Person auf dieser Welt kennen gelernt, dafür bin ich dankbar. Es war schon seltsam, meinen ehemaligen Schwarm wieder zu sehen, einfach weil viele Erinnerungen damit verbunden sind. Aber ich denke, dass ich nun endgültig damit abschließen kann und er nicht mal mehr ein Schandfleck in meinem Gedächtnis bleibt. Der Geburtstag ansonsten war recht unspektakulär, bis darauf, dass ich Met dabei hatte und für ein paar Minuten meine mitgebrachte CD lief. Wenn es etwas gibt, was ich positiv von mir denke, dann, dass ich einen guten Musikgeschmack habe und gute Zusammenstellungen von CDs machen kann. Mein bester Kumpel findet das auch und er hat gesagt, dass ich auf dem Nights of Metal DJ sein darf. Wir haben übrigens fünf Bands engagiert, drei von meinem Schatz und zwei von Leuten auf dem Geburtstag. Vielleicht wird aus dem NoM doch etwas, wenn wir ein Grundstück auftreiben… ab November gehen die Planungen erst richtig los, weil dann beide Mitglieder des Teams im gleichen Ort wohnen, und zwar der Ort, wo es stattfinden wird.

Gestern in der Schule hatte ich Spaß. In Englisch müssen wir ein Projekt zum Thema „Future“ machen und ich habe mich der Alien-Gruppe angeschlossen. Anhand von Hypocrisy Song- und Albumtiteln habe ich im Internet eine ganze Menge zum Thema gefunden und kann so Peter Tägtgren danken, in der Schule mal richtig mitgemacht zu haben. Nützen tut mir das Ganze aber nichts, weil ich bei der Präsentation nicht dabei bin. Macht aber nix, zumindest weiß ich jetzt mehr über das Thema. Und da sagt noch mal einer, Metal wär nicht lehrreich…

Jetzt sind meine Nägel trocken und mein Gehirn fast leer. Ich muss noch ein paar Sachen aufräumen und in Ordnung bringen, weil wir heute Abend von dem Freund meiner Mutter zum Essen eingeladen sind, ich dann also keine Zeit habe, und morgen früh werde ich auch keine Zeit haben. Ich freue mich schon so sehr, ich halte es kaum aus. Wenn ich den Tag heute noch rumhabe, geht hoffentlich alles ganz schnell. Aufstehen, fertig machen, zum Zug, Zug fahren, Straßenbahn fahren, hoffentlich meine Bilder von meiner Lehrerin abholen, eine Stunde Physik, eine Stunde Deutsch, zur Straßenbahn, zum Bahnhof, Zug fahren, nach Hause laufen, nochmals alles durchgehen, restliche Sachen aufräumen und dann zurück zum Bahnhof meinen Schatz abholen. Hoffentlich läuft alles so, wie ich es mir vorstelle und nichts kommt dazwischen, Ich warte fast zwei Monate schon auf den morgigen Tag. Aber selbst wenn nicht alles nach Plan läuft, Hauptsache ich sehe meinen Schatz wieder und es geht ihm gut.

Nicht mal mehr ein ganzer Tag bis ich meinen Schatz wieder sehe!!!

17.10.06 12:48


Sendepause

Die letzten Tage habe ich nicht gebloggt, weil mir entweder die Zeit oder die Motivation gefehlt hat. Vielleicht wird es jetzt wieder besser, vielleicht auch nicht. Mal sehen. Soweit ich weiß habe ich eh nur eine Leserin, die wahrscheinlich weiß, dass ich sie meine und die ich ganz lieb grüßen will *knuddel* Für sie habe ich auch eine kleine Geschichte online gestellt... jedenfalls habe ich Montag Abend noch geschrieben, aber nicht fertig und deshalb nicht abgesendet... trotzdem mal hier:

Montag, 9.10.06

Ich könnte heulen. Jetzt im Moment. Hier läuft Schandmaul - Dein Anblick und ich warte auf einen Anruf von meinem Schatz. Schandmaul machen mich generell traurig, ich bin bis auf meine Ratte allein zuhaus und noch dazu mache ich mir derzeit über alles und jeden Sorgen, vor allem um meinen Schatz. Warum ruft er nicht an? Ich weiß, er ist mit seiner Mutter zu IKEA, aber so lange? Es ist schon acht. In meinem Kopf spielen sich Filme ab. Vielleicht hatten sie einen Autounfall. Vielleicht sehe ich ihn nie wieder. Und selbst wenn er jetzt gleich anruft. Wer garantiert mir, dass nicht morgen, übermorgen oder wann auch immer etwas mit ihm passiert? Ich habe Angst, dass wir uns nicht mehr wieder sehen. Es könnte ja auch mit mir etwas geschehen. Es ist seltsam, bis ich meinen Schatz kennen gelernt habe hatte ich absolut keine Angst vor dem Tod. Nun habe ich regelrecht Panik. Ich will ihn hier nicht allein lassen, er braucht mich. Ich will eine Zukunft mit ihm, will jede Sekunde, in der es mir möglich ist, mit ihm verbringen. Und ich will die zwei Wochen in seinen Herbstferien mit ihm verbringen. Ich bereite extra alles vor, packe jetzt schon alles, damit ich dann mehr Zeit für ihn habe, auch wenn wir umziehen. Ich habe schon so viele Sachen geplant und angefangen zu organisieren. Und wir freuen uns beide schon seit Wochen darauf. Es darf einfach nichts schief gehen.

Heute habe ich meine Schubladen am Schreibtisch soweit ausgemistet und die wichtigsten Bilder in einen Ordner sortiert. Ich habe noch vieles gefunden, das mir so wichtig ist, dass ich es kaum ausgehalten habe, allein den Gedanken es zu verlieren. Fast hätte ich die Motivation gefunden, alte Bilder fertig zu malen, dafür habe ich aber ein Chibi von meinem Schatz gemalt. Mit Eisregen-Shirt und Bass. Mit viel Phantasie kann man erkennen, dass er es sein soll, wenn man ihn kennt. Ich telefoniere jetzt übrigens mit ihm, da ich das Fenster hier eine ganze Weile habe offen stehen lassen und nicht geschrieben habe.

Gestern habe ich den ganzen Abend über geheult. Meinem Schatz ging es nicht gut, er wusste nicht warum und ich war total am Boden, weil ich ihm nicht helfen konnte. Er wusste auch nicht wie und meinte, ihm könne gerade niemand helfen. Meine Mutter hat dann das Telefon an sich genommen, weil sie mich nicht mehr ausgehalten hat und hat meinen Schatz fast fertig gemacht. Danach hat er behauptet, es läge nur an einem Bild, das er nicht so hinbekommen hatte. Manchmal habe ich das Gefühl, er verschweigt mir manches, was ihn betrifft, wenn es ihm nicht gut geht. Entweder um es zu verdrängen, um mich nicht zu belasten oder sonst was. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich mache mir Sorgen. Er kann mit mir doch über alles reden. Mir geht es nahe, wenn etwas mit meinem Schatz ist.

Und ab da hab ich dann nicht weitergeschrieben. Gestern hatte ich es mir vorgenommen, wieder zu bloggen und keine Ahnung, warum ich es nicht getan habe. Montag Abend war für mich wieder die Hölle, ich spüre genau, dass mit meinem Schatz etwas nicht stimmt, nur er meint die ganze Zeit es wäre nichts. Vielleicht will er nur nicht mit mir darüber reden, aber ich würde ihm gerne zuhören. Im Endeffekt muss er es sowieso entscheiden. Bald wird alles besser...

Und zwar in 7 Tagen!

11.10.06 10:38


Jugendsünden

Heute wurde ich seit einiger Zeit mal wieder an diverse Begebenheiten aus meiner Kindheit erinnert. Ich habe einen Kumpel, der in dem Dorf wohnt, in das wir bald ziehen werden bzw. in dem wir früher gewohnt haben, woher ich ihn auch kenne. Es gab immer wieder Zeiten, in denen wir wirklich viel miteinander unternommen haben und auch, wie es Kinder und Jugendliche eben so tun, viel Scheiße gebaut haben. Vor ein paar Stunden war ich jedenfalls mal wieder bei ihm, wir haben gemütlich ein wenig Met getrunken, als er auf die Idee kam, seinem Hund was davon abzugeben. Natürlich wollte er es nicht, da kam mein Kumpel auf die Idee, ein Stück Brötchen mit Met voll saugen zu lassen, eine Scheibe Wurst drum herum zu wickeln und das hat der Hund dann gegessen. Und es war bei mir die Situation wie bei jedem Mal, wenn er auf irgendwelche Ideen kommt. Erst lache ich darüber, feuere ihn an oder mache mit, dann kommen irgendwann die Überlegungen, ob das überhaupt eine gute Idee ist und ich bekomme Gewissensbisse. Zum Schluss fühle ich mich dann schlecht, weil ich mich so leicht begeistern lasse, bei jedem Scheiß mitmache, aber erst zu spät darüber nachdenke. Geendet hat das Ganze oft damit, dass ich es irgendjemandem erzählt habe, der davon nicht erfahren sollte und so Ärger mit meinem Kumpel bekommen habe. Erzählt habe ich es dann eben, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Ich weiß, es hat was Blödes, nicht zu seinen Taten stehen zu können, aber es ist mir schon so oft passiert. Vielleicht sehe ich manche Sachen zu eng, vielleicht lasse ich mich auch zu leicht mitreißen.

Ich habe geholfen das Schlafzimmer meiner Mutter hellgelb zu streichen, habe dann aber aufgehört, weil sie über jeden Meter, den ich gestrichen habe, noch einmal drüber streichen wollte. Da hätte ich gar nicht damit anzufangen brauchen. Bin dann mit meinem Kumpel zu einem Mädchen in der Nähe, die anscheinend Metal hört, aber sie war nicht zuhause. Wir haben ihr dann eine Notiz in den Briefkasten geworfen, ob sie nicht Interesse an unserem Metal-Stammtisch im Dorf hätte. Des Weiteren gehe ich heute Abend in die Stammkneipe in Heilbronn, mal schauen ob’s mal wieder was wird, auch wenn die letzten Male nun nicht so prickelnd waren. Ich hoffe es werden nicht wieder Karten gespielt, was ich überhaupt nicht leiden kann.

Mein Schatz und ich haben heute unser 3-Monatiges. Am 7. Juli haben wir uns das erste Mal in Wirklichkeit gesehen, noch am selben Abend sind wir Spazieren gegangen und es hat einfach gefunkt. Erst hat er beim Laufen den Arm um mich gelegt, dann saßen wir noch am Straßenrand und haben ein wenig gekuschelt während wir eine Katze gestreichelt haben. Am 9. Juni haben wir das erste Mal miteinander im ICQ geschrieben, weil keiner von uns Fußball geschaut hatte. Bei Metalszene bin ich jetzt auf dem 5. Platz, ich finde dass muss einfach sein, diese Seite zu ehren… hab meinem Schatz auch eine SMS geschrieben, aber es kam noch nichts zurück. Ich weiß jedoch, dass er heute einen Auftritt mit einer seiner Bands hat und nicht weiß, wann er zurückkommt. Hoffe ich höre noch etwas von ihm bevor ich gehen muss…

Noch 11 Tage bis ich ihn wieder sehe!

7.10.06 17:13


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