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Entjungferung

So habe ich mir also ein Weblog angelegt, um meine momentanen Gedanken festzuhalten, mir etwas von der Seele zu schreiben und um vielleicht ein kleines Stück von dieser Zeit auf Erden zu hinterlassen. Eine Zeit, die von totalen Höhenflügen und plötzlichen Abstürzen geprägt ist, die gleichzeitig so schrecklich wie wunderschön ist.

Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht, hänge in der Luft, bin so voller Verzweiflung und voller Hoffnung. Ich will ein Leben, ich will eine Zukunft mit meinem über alles geliebten Schatz und doch merke ich immer öfter, dass nicht alles so funktioniert, wie ich es mir vorgenommen habe. Ich wollte die Zeit nutzen, gut herumbringen, nach vorne sehen. Die Zeit, bis wir uns wieder sehen, von diesem Tag ab noch genau zwei Wochen. Am 18. Oktober kommt mein Schatz zu mir und da er Ferien hat, will er zwei Wochen lang bleiben. Es ist schon seit einem Monat ausgemacht und ich freue mich wahnsinnig darauf. Eine große Angst von mir ist deswegen zur Zeit auch, dass irgendetwas dazwischenkommt, dass es aus irgendeinem Grund doch nicht klappt. Ich warte momentan auf einen Platz in einer Einrichtung, über die ich selbst zu wenig Informationen habe. Wann und ob ich dort hinkomme ist unklar, meine Mutter versucht alles und ich lebe hier ein halbes Leben.

Ein Leben geprägt von Sehnsucht und Angst, aber auch von Liebe und Plänen. Mein Schatz, mein Ein und Alles, gibt mir Kraft und ich hoffe, dass ich auf irgendeiner Weise dazu fähig bin, ihm die Kraft zu geben, die er braucht. Wenn ich an unsere Zukunft, unsere Hochzeit, unsere Kinder denke, einfach an unsere gemeinsame Zeit, dann glaube ich, dass ich alles, egal was vor mir liegt, schaffen werde. Doch immer wieder holt mich der Alltag ein, holen mich meine Ängste und Zweifel ein, meine Vergangenheit.

Gestern hat es in der Stadt gebrannt. Ich konnte mich nicht davon abhalten, mir vorzustellen, dass uns das Selbe passieren könnte und was die Folgen davon wären. Es geht mir nicht um den materiellen Wert der Dinge, die verbrennen würden, sondern um alles, was einen persönlichen Wert hat, was man nicht ersetzen kann. Dinge, an denen Erinnerungen hängen, die Liebe in sich tragen, die Zeit und Mühe gekostet haben. Wenn es brennt, werden Menschen und Tiere gerettet. Aber wenn alles, was sich in meinem Zimmer befindet, verbrennen würde, würde ein Teil meiner Person und meine Vergangenheit ausgelöscht werden. So viel, das mir immer wichtig gewesen war, das ich vielleicht gar nicht richtig zu schätzen gewusst habe. Geschichten, Zeichnungen, Fotos, mein Lebenswerk. Geschenke von lieben Menschen. Gegenstände, mit denen ich bestimmte Sachen in Verbindung bringe.

Mein Schatz hat mir heute selbst aufgenommene Riffs vorgespielt, ich bin davon begeisterter, als ich es ihm am Telefon habe zeigen können. Teilweise klang es unglaublich professionell und hätte auch ein Teil eines Songs auf einer CD sein können. Ich bin unglaublich stolz auf ihn, wie auch auf seine Gesangskünste. Könnte mir stundenlang seine Musik anhören und dabei an ihn denken. Später telefoniere ich noch einmal mit ihm.

Ansonsten werde ich den Rest des Abends damit verbringen, mir Mut für morgen zu machen. Ich habe unglaubliche Angst vor der Schule, ich hasse meine neuen Klassenkameraden, fühle mich in der Schule wie in einem Gefängnis, zwei Stunden dauern so lange wie ein ganzer Tag, ein Tag voller Qualen. Und es sind noch vierzehn Tage… irgendetwas muss sich an meiner Einstellung ändern, ich weiß nur noch nicht wie ich das machen soll.

4.10.06 18:14
 


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